Windkraft – Strom aus Windenergie mittels Windkraftanlage
Nach zwei Jahren relativer Flaute in Deutschland scheint sich heuer die Nutzung der Windkraft, im Bereich Ökostrom neben Solarenergie und Wasserkraft ,wieder im Aufwind zu befinden: In der ersten Hälfte des aktuellen Jahres wurden in Deutschland wieder mehr als 360 Windkraftwerke errichtet. Mit der produktiven Nutzung der Windkraft gibt es aber – jedenfalls innerhalb Deutschlands – immer noch Probleme.
Es gibt noch immer keine vernünftige Auslastungsplanung, und die Stromnetze sind noch immer nicht soweit ausgebaut, dass eine permanente Einspeisung der erzeugten Energie ins deutsche Stromnetz möglich wäre. So stehen viele Anlagen oft sehr lange still, wo sie eigentlich Strom erzeugen könnten, und als nun schon mal vorhandener, ökologischer Energieerzeuger zu einer insgesamt umweltverträglicheren Stromwirtschaft in Deutschland beitragen könnten. Die hohe Zahl der neu gebauten Windkraftanlagen wird diese Situation dann noch weiter verschärfen und noch mehr Anlagen werden wohl immer noch länger still stehen. Hier ist in jedem Fall auch die Politik gefragt, dringend etwas zu unternehmen, vor allem im Hinblick auf die geplante “Energiewende” und den möglichst frühzeitigen, kompletten Atomausstieg. Bereits vorhandene ökologische Erzeugungspotenziale nicht zu nutzen ist in der Energiewirtschaft wirklich ein echtes No-Go.
Vorteile von Windkraftanlagen
Im Sinne einer hohen Umweltverträglichkeit haben Windkraftanlagen gegenüber vielen anderen ökologischen Energieerzeugungsformen eindeutig die Nase vorne – sie brauchen nur eine sehr geringe Fläche, die Veränderung des Landschaftsbildes stellt dabei nur einen sehr geringen Einfluss auf die Umwelt dar, es besteht kaum ein Risiko für die Tierwelt und Windkraftanlagen sind – so sie aufgrund der Netzgegebenheiten auch durchgehend genutzt werden können, höchst rentabel: die Amortisationszeit eines herkömmlichen Windkraftwerks beträgt gerade einmal drei bis vier Monate, selbst in Fällen von häufigem erzwungenen Stillstand immer noch weit weniger als ein Jahr. Die Aufstellorte für Windkraftwerke (im Gegensatz zu den sehr viel kleineren Anlagen für Privatgebrauch, die sich theoretisch jeder auf sein Dach bauen darf) werden vom Bebauungsplan geregelt, damit das Landschaftsbild nicht ungeplant ruiniert wird. Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben ohnehin bereits längst ergeben, dass die günstigste und rentabelste Form der Nutzung in sogenannten “Windparks” aus Anlagen mit kleiner bis mittlerer Leistung besteht.
Aufbau einer Windkraftanlage
Baulich sind sich alle Windkraftanlagen sehr ähnlich, so gut wie alle modernen Anlagen bestehen aus einem Turm auf dem oben eine Gondel mit den Blättern des Windrades montiert ist, ganz ähnlich einem Propeller eines altmodischen Flugzeuges. Die Stromerzeugung erfolgt über eine Nabe und einen angeschlossenen Generator im Inneren des Turms. Anlagen mit vertikaler Achse, die in etwa einem aufgestellten Schneebesen ähneln, und technisch Darrieus-Rotoren genannt werden, sind äußerst selten anzutreffen. Sie haben unter normalen Bedingungen eine etwas geringere Effizienz als die Windkraftwerke, deren Anblick uns vertraut ist, können unter bestimmten Umständen, wie zum Beispiel häufig auftretenden Luftwirbeln in Bodennähe, die bessere Wahl darstellen. Anders als bei klassischen Windkraftwerken brauchen auch ihre Schaufelblätter nicht dem Wind nachgeführt werden.
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